Die industrielle Lage in Eisenach und im Wartburgkreis ist ernst. In den vergangenen Jahren sind tausende Arbeitsplätze verloren gegangen, Betriebe stehen unter Druck und viele Beschäftigte sorgen sich um ihre Zukunft. Für die IG Metall ist klar: Diese Entwicklung ist kein Naturgesetz, sondern Folge politischer Fehlentscheidungen und unternehmerischer Versäumnisse.
„Wir erleben keinen Mangel an Leistung, sondern einen Mangel an Orientierung.“
Die Beschäftigten arbeiten mehr denn je – und dennoch werden Arbeitsplätze abgebaut, Löhne gedrückt und Unsicherheit wächst. Für die IG Metall ist das der falsche Weg. „Wir zahlen nicht für das Schlamassel, das kurzsichtige Politik und verschlafene Vorstände angerichtet haben.“
Gefordert ist ein klarer Kurswechsel. Dazu gehört ein handlungsfähiger Sozialstaat, der Sicherheit gibt und Perspektiven eröffnet. „Der Sozialstaat ist mehr wert, als er kostet.“ Er sorgt für Stabilität und Vertrauen – gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen.
Die IG Metall fordert sichere Arbeitsplätze statt Abbau, starke Tarifbindung und Mitbestimmung, Investitionen in Qualifizierung sowie Arbeitszeitmodelle, die Gesundheit schützen und Beschäftigung sichern. Auch bei der Rente gilt: Gute Arbeit bedeutet, gesund bis zum Renteneintritt arbeiten zu können.
Gleichzeitig braucht es eine Industriepolitik, die ihren Namen verdient. Reine Sparprogramme und Lohndruck lösen keine Krise. „Die arbeitskostenorientierte Kürzungspolitik wird unsere Industrie nicht retten.“ Stattdessen sind Investitionen in Innovation, neue Technologien und klimafreundliche Produktion notwendig – verbunden mit guter Arbeit und fairen Bedingungen.
Der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft ist eine große Aufgabe. Für die IG Metall steht fest: „Wir stehen nicht für Stillstand, wir stehen für Aufbruch – aber in eine bessere Zukunft.“ Transformation darf nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen, sondern muss fair und solidarisch gestaltet werden.
Gerade in unsicheren Zeiten gilt es außerdem, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verteidigen. „Spaltung löst keine Probleme. Gute Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit schon.“ Wer unter Druck steht, braucht Perspektiven – keine Ablenkungsdebatten auf Kosten anderer.
Die IG Metall wird weiter Druck machen – für eine starke Industrie, gute Arbeit und soziale Sicherheit. Denn am Ende gilt: Zukunft entsteht nur dort, wo Menschen im Mittelpunkt stehen.
„Nach vorne, nicht nach rechts muss die Reise gehen.“
Erst die Menschen. Dann die Profite.